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Veganes Rühr“ei“

Ein Gericht, in dem schon das Wort „Ei“ vorkommt kann im Leben nie veganisiert werden, hätte Ich vor etwa drei Jahren noch gesagt. 

Jetzt weiß ich es definitiv besser! 

Ab und an bekomme ich ein paar Reaktionen von Nicht-Veganern mit die es nervt, dass Veganer immer alles irgendwie ersetzen müssen, es nicht lassen können Tofu-Steaks zu essen oder veganes Rührei zu verspeisen. 

„Wenn man sich einmal dazu entschieden hat keine tierischen Produkte mehr zu essen, dann sollte man auch nichts mehr essen was danach schmeckt oder danach aussieht“ heißt es von so Manchen.

Wo das Gemeckere herkommt, verstehe ich nicht so ganz. So greift kein Veganer einen Nicht-Veganer an, sobald er in eine Soja-Bratwurst beißt, noch tut er irgendjemanden etwas Böses dadurch an. 

Es ist genau so schlecht einen Veganer wegen seines Essverhaltens zu verteufeln, wie auch einen omnivor lebenden Menschen wegen seines Fleischkonsums zu kritisieren. Im Sinne irgendwelcher Werte ist beides nicht und animiert auch keinen dazu irgendetwas zu verändern. Was bleibt ist Frustration und Hass auf die „Anderen“.

Warum es weiterhin keinen Sinn macht einem Veganer vorzuhalten warum er keine „Ersatzprodukte“ und ähnliches mehr essen sollte, ist die Ursache warum sich ein Mensch dazu entscheidet, ohne tierische Bestandteile zu leben. 

Selten führt der Geschmack von Fleisch, Fisch, Käse etc einen dazu umzusteigen. Ich kann nach wie vor sagen, dass ich Feta-Käse, Spiegeleier und Schnitzel geschmacklich gerne mochte. Ich bin also definitiv nicht umgestiegen weil mir kein tierisches Lebensmittel mehr geschmeckt hat. 

Ich bin umgestiegen, weil für mich die Ethik hinter Schlachtung, Massentierhaltung und Tierleid nicht mehr vertretbar war, weil ich nicht zur größten Ursache der Klimakatastrophe beitragen möchte und weil mir bewusst wurde, dass kein tierisches Lebensmittel einen guten Beitrag zu meiner Gesundheit bei tut. 

Gerade am Anfang ist es mir durch Ersatzprodukte und durch alternative Rezepte meiner Lieblingsgerichte viel einfacher gefallen umzusteigen, nichts zu vermissen und meine moralische Perspektive leichter auszuleben. Auch bei meinen Coachings merke ich, dass Kunden der Umstieg leichter fällt, wenn sie auch weiterhin ab und zu den Genuss von gewohnten Lebensmitteln haben können. 

Es ist völlig legitim dass Interesse geweckt wird, wenn man einem Veganer sagt er kann das was er die letzten 20, 30 oder 50 Jahre gegessen hat, auch weiterhin essen, ohne damit hingegen persönlicher Werten zu handeln. 

Vergessen wir hier an dieser Stelle also nun mal den Frust was andere tun oder nicht tun und widmen wir uns geschmacklicher Vielfalt die Jedem schmecken kann, ob vegan oder eben nicht. 

Im Folgenden habe ich dir sogar zwei verschieden Rezept Varianten für ein veganes Rührei aufgeschrieben. Such dir deinen Favoriten aus!

Los geht’s mit dem Rezept: 

VARIANTE 1:
TOFU SCRAMBLE/ TOFU RÜHREI

  • 1 TL Öl
  • 1⁄2 Zwiebel
  • 1 Tofu Natur
  • 2 EL Hefeflocken
  • 1⁄2 TL Kurkuma
  • 1⁄2 TL Paprika edelsüß
  • 1/4 TL Salz
  • 1 Prise Muskat
  • 60 ml ungesüßter Pflanzendrink 
  • 1 EL Weißweinessig
  • 1 Tomate
  • 2 Hände Blattspinat
  • 20 g Oliven
  • Frische Kräuter zum garnieren

So geht’s:

Die Zwiebeln fein hacken.
Das Öl in einer beschichteten Pfanne auf mittlerer Stufe erhitzen, die Zwiebeln hinzu geben und den Tofu mit den Händen in die Pfanne bröseln. Alles ein paar Minuten scharf anbraten, bis die Zwiebeln glasig und goldbraun sind.

Nun die Hefeflocken und die Gewürze untermischen, das Ganze mit der Pflanzenmilch und dem Essig ablöschen und für 5 Minuten unter Rühren garen.

Die Tomate und die Oliven klein schneiden, mit dem Babyspinat zum Rührtofu geben und nochmals einige Minuten unter Rühren fertig braten.

Zum Schluss nochmals mit Salz und Pfeffer abschmecken und gegebenenfalls mit frischen Kräutern garnieren.

VARIANTE 2:
CHICKPEA SCRAMBLE/ KICHERERBSEN RÜHREI

  • 1/2 Zwiebel
  • 1 Dose Kichererbsen oder 250 g vorgekocht
  • 1/2 Block Räuchertofu
  • 1 EL Zitronensaft
  • 1 EL Hefeflocken
  • 2 EL Hummus deiner Wahl
  • Prise Kurkuma
  • 1/2 TL Paprika
  • Etwas Knoblauchpulver
  • Salz, Pfeffer
  • Ein paar Kischtomaten
  • Etwas Rucola

So geht’s:

Die Zwiebel fein hacken.

Den Räuchertofu achteln und mit allen Zutaten bis auf die Tomaten und den Rucola in einen Mixbehälter geben und pulsierend klein häckseln. Heraus kommen sollte eine Konsistenz, wie sie auf dem Bild zu sehen ist.

Alles nach eigenem Belieben abschmecken und ggf. nachwürzen.

Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen und  die Zwiebeln sowie die Kichererbsen-Masse unter gelegentlichem Rühren auf mittlerer bis hoher Hitze anbraten lassen, bis die Zwiebeln goldbraun und das Rührei fester und etwas trockener geworden ist. 

Schmecke dein Rührei immer mal wieder ab, jeder mag es in einer anderen Konsistenz lieber. Ich brate mein Rührei bis zu 12 Minuten von allen Seiten an.

Ein paar Minuten bevor dein Rührei fertig ist, gibt du die geviertelten Kirschtomaten und den Rucola mit in die Pfanne und brätst alles nochmal kurz an. 

Zum Schluss mit Salz und Pfeffer abschmecken und gegebenenfalls mit frischen Kräutern garnieren.

Easy oder?  Ich freue mich auf Bilder deines veganen Rührei’s! Lass es dir schmecken!

Markiere mich gerne auf Instagram @marieluise.wackenhut.   

Liebe Grüße!
Marie

Über mich

Als Ernährungsberaterin mit ganzheitlicher und natürlicher Philosophie ist es mir ein Anliegen, dir auf meiner Seite Inspiration für die pflanzliche Küche, meine liebsten Comfort-food Rezepte aber auch jede Menge Mehrwert zum Mindset Part einer wirklichen Wohlfühl-Ernährung zu geben. Letztere Blogartikel hierzu findest du in den „Lovely Talks“. 
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Marie - Luise
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